Der Teufel auf Erden 1
Treffen sich zwei …
Donnerstag, 28. Mai 2020

Der Teufel auf Erden

Operette von Franz von Suppé
nach einem Libretto von Karl Juin und Julius Hopp
Neubearbeitung von Alexander Kuchinka

Musikalische Leitung: Alfred Eschwé
Ausstattung und Regie: Hinrich Horstkotte
Choreinstudierung: Thomas Böttcher

Mit Robert Meyer, Theresa Dax, Johanna Arrouas, David Sitka, Carsten Süss, Marco Di Sapia, Michael Havlicek u. a.


Der Teufel auf Erden 3Der Teufel ist aus der Hölle verschwunden! Höllenknecht Ruprecht wird beauftragt, ihn auf Erden zu suchen. Dort gesellt sich mit dem Engel Rupert ein ungleicher Weggefährte zu ihm. Ein Nonnenkloster im 17. Jahrhundert, eine Kaserne im 19. Jahrhundert und eine Tanzschule im Heute sind die Stationen der atemlosen Fahndung nach dem Höllenfürsten.

„Der Teufel auf Erden“, entstanden zwischen Franz von Suppés Großerfolgen „Fatinitza“ und „Boccaccio“, 1878 im Wiener Carltheater uraufgeführt. Um dem, wie Suppé-Biograf Hans-Dieter Roser schreibt, „fröhlichen, musikalisch-anspruchsvollen Ganzen“ neue Prägnanz zu verleihen, hat Alexander Kuchinka den ursprünglichen aktuell-zeitkritischen Ansatz pointiert ins Heute übertragen. Von Jakob Brenner stammt die gründliche musikalische Revision auf der Basis von Suppés Partitur-Autograph. Der mit fantasievollen Produktionen mehrfach Volksopern-bewährte Ausstatter-Regisseur Hinrich Horstkotte inszeniert.

In Kooperation mit der Oper Chemnitz.

PREMIERE: Samstag 5. Dezember 2020, 19 Uhr

Volksoper Wien
A-1090 Wien, Währinger Straße 78

www.volksoper.at

Kalender


In der heutigen Fassung von Alexander Kuchinka wurde dieses Werk komplett neu bearbeitet, dessen dramatische Struktur keineswegs an aktueller zeitkritischer Attraktivität verloren hat. Ein großartiges teuflisches Verwirrungsspiel zwischen Gut und Böse ist hier entstanden, eine gesellschaftssatirische Zeitreise vom 17. bis ins 21. Jahrhundert.

In Alexander Kuchinka, in der Titelpartie als Ruprecht und Höllenknecht, erkennen wir die Vielseitigkeit des Wiener Künstlers, der neben seinen autorischen, kompositorischen und gesanglichen Fähigkeiten, ebenso auch schauspielerische Größe auf der Bühne beweist. Mit dieser ungeheueren Bandbreite, auch in der Regiearbeit, könnte man ihn durchaus als den heutigen Schikaneder bezeichnen.
Online Merker

Alexander Kuchinka, der nicht nur wienerisch krauternd den aufmüpfigen Ruprecht stelzefußt, zeichnet auch für die textliche Neufassung verantwortlich. … Wirklich modern ist das nicht, und die Witze zünden nur teilweise.
Die Welt

So heiter sich das Thema zu Beginn anlässt, spart die Operette am Ende nicht mit Zeitkritik und erntet dafür großen Zuspruch.

… als Ruprecht erobert der Österreicher Alexander Kuchinka mit seinem Wiener Schmäh die Herzen der Zuschauer. Stilecht dabei auch sein Kostüm mit Pferdefuß, Hörnern und Fledermausflügeln.
Chemnitzer Morgenpost

Die Aufführung ist ein teuflisches Vergnügen, bei dem Alexander Kuchinka als Höllenknecht Ruprecht in Teufels-Krampus-Habit (der in die Menschen fährt, um unsichtbar zu werden) und Matthias Winter als per se unsichtbarer Engel Rupert (ohne Auftrag, und nicht an Gott glaubend) den Vogel abschießen und aufs Komischste durch die Zeit- und Ortsreise führen, einer dem anderen helfend, über Gott und Teufel lästernd. Köstlich deren Dialoge und Spiel.

Der dreieinhalbstündige Abend amüsiert und unterhält, augenzwinkernd auf schmalem Grat zwischen Komödienstadel und Ausstattungsrevue. Es darf gelacht werden, zumal die zeitnah aktualisierten, frechen, gelegentlich schnoddrigen Dialoge und Gesangstexte der gesellschaftskritischen Marschroute des Stücks entsprechen.
Freie Presse

Unter dem Beifall des Publikums verneigten sich dankbar am Ende auch Alexander Kuchinka und Jakob Brenner Hand in Hand. Der Textherr und der Notenchef gehörten auch zu den herausragenden Protagonisten der Aufführung.

In Chemnitz kam – am langen Beifall gemessen – die Premiere gut an. Die Wiederentdeckung wird in die nächste Spielzeit übernommen und geht später nach Wien, wo Suppés „Teufel“ im damaligen Carltheater 1878 Premiere feierte. Der Klagenfurter Kuchinka, der seine Schmäh-Wiener bestens kennt, darf auch bei seinem Heimspiel auf Erfolg setzen …
Theaterförderverein Chemnitz