Man schreibt das Jahr 1937. Georg Rentmeister, ein junger Schriftsteller, bekommt eine Einladung zu den Salzburger Festspielen. Leider kann sich die zuständige Behörde nicht entschließen, seinen Antrag auf Devisenbewilligung zu genehmigen. Da Georg aber nicht willens ist, sich den „Rosenkavalier“ oder die Mozartkonzerte entgehen zu lassen, quartiert er sich kurzerhand in Bad Reichenhall ein und verschafft sich die ersehnten Genüsse auf dem Wege des „kleinen Grenzverkehrs“, ohne einen Schilling, versteht sich. Kein Wunder, dass er in höchst prekäre Situationen gerät. Zum Glück ist aber eine junge, außerordentlich hübsche Dame zur Stelle, um ihm aus der Patsche zu helfen …
Erich Kästner begann seine amüsante Erzählung in Tagebuchform 1937 zu schreiben – unter völlig veränderten politischen Umständen wurde sie 1938 veröffentlicht. Kästner gelang es, aus einer autobiographischen Ausgangssituation während der Salzburger Festspiele vor dem Hintergrund von Nationalsozialismus und Alpenpanorama eine sommerliche Liebesgeschichte mit heftigen, teils absurd komischen Verwicklungen und einer gehörigen Portion Albernheit zu entwickeln. Volkmar Kamm hat am Salzburger Landestheater zahlreiche Inszenierungen geschaffen. Neben „Homo Faber“, einer Produktion, die neun Jahre auf dem Spielplan stand, waren zuletzt „Die Weiße Rose“ und die Uraufführung „Der Trafikant“ im Schauspiel zu erleben. Liebevolle Kinderstücke wie „Jim Knopf“ gehören ebenso zu seinen Erfolgsproduktionen wie in der Spielzeit 2019/2020 die Oper „Oberon“. Kamm ist ein versierter Bearbeiter von Stoffen, so entsteht auch „Der kleine Grenzverkehr“ als Bühnenbearbeitung aus seiner Feder.