Glamour. Historie. Mystik und Kult. Politik und Intrigen. Herrschaft und Reichtum. Glamour. Geschwisterzwist. Schönheitswahn. Selbstüberschätzung. Glamour. Frauenpower. Erotik. Liebesbeziehung mit Altersunterschied. Und natürlich Glamour.
Die legendenumwobene Geschichte der letzten ägyptischen Pharaonin Kleopatra VII Philopator (69 – 30 v. Chr.) gibt das alles her: Geschichte, Exotik, antikes Namedropping – dazu der fantastische Kosmos der altägyptischen Mythologie und die handfesten Probleme einer jungen Frau, die sich in einer Männerdomäne behaupten will. Drama kontrastiert mit Slapstick, Weltpolitik mit kindischen Kaprizen, egozentrischer Ehrgeiz mit mutigem Feminismus, kalte Erotik mit romantischer Sehnsucht, Größenwahn mit Fantasie und Gestaltungswillen.
Rotzfrech, urkomisch und gnadenlos heutig wird die spannende Geschichte vom Aufstieg der legendären altägyptischen Königin Kleopatra neu erzählt: von der umstrittenen Kronprinzessin zur unsterblichen Diva der Macht. Parodie und Infotainment in einem – eine rasante „Tour de Farce“ durch ein aufregendes Kapitel antiker Geschichte.
Die ägyptische Götterwelt als Computerspiel, Krieg wird mittels „Schere, Stein, Papier“ oder Würfeln („Die Würfel sind gefallen“) geführt und eine machthungrige Thronerbin wirft sich einem älteren Herren („Ich hab nicht gewusst, dass du so alt bist!“) an den Hals: „Kleo Superstar“ in den Kammerlichtspielen ist die rotzfreche Umsetzung eines historischen Stoffes. Alexander Kuchinka hat rund um die erste Lebenshälfte der ägyptischen Königin eine Farce gebaut, die auf jenen Tatsachen beruht, die aus dem Leben der berühmt-berüchtigten Ägypterin bekannt sind.
… und das wird von Sabine Kristof-Kranzelbinder, Michael Kristof-Kranzelbinder und Alexander Kuchinka lustvoll bis zur Überdrehtheit zelebriert und von Evan Parks mit einem Soundteppich aus Hip-Hop, filmmusikähnlichen Sequenzen und Anspielungen auf Pop-Songs unterlegt.
Kleine Zeitung„Kleo Superstar“ ist eine witzige aber manchmal auch bissige Farce. Erfunden ist in diesem Stück nichts. Alexander Kuchinka deutete nur Vieles um und verschob Schwerpunkte. … Zügig und flott geht es auch auf der Bühne zu. Gestritten wird, dass sich die Balken biegen.
orf.atGeschichtsunterricht à la Comic: Alexander Kuchinka ist auch die berühmteste Pharaonin trotz ihrer Göttlichkeit nicht heilig, wenn er sie durch ein bunt-üppiges Potpourri von Pointen samt inkludierter geschichtlicher Überlieferung mit satirischem Blick auf Klischees katapultiert. … Von marschierenden Römern bis hin zu dichtenden Griechen packt Kuchinka neben Anspielungen auf Computerspiele oder auf chauvinistisches Machtgehabe vielschichtige Ideen in Stück und Inszenierung.
Kronen Zeitung
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