„Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes“ hat der mehrfach preisgekrönte österreichische Autor Ferdinand Schmalz, Bachmannpreisträger 2017, als Text für das 21. Jahrhundert über-, fort- und neugeschrieben. Schmalz befreit den Text von altertümlichen Klischees, schraubt lustvoll an Sprache und Versmaß und hebt den Text auf eine neue literarische Höhe. In seiner Auftragsarbeit für das Burgtheater transferiert er die Handlung in die Gegenwart und rechnet wortgewaltig mit der Wirtschaft und dem Finanzwesen und deren extremen Auswüchsen ab.
Mit “jedermann (stirbt)” spannt das Theater WalTzwerk den Bogen zur Aufführung des “Kärntner Jedermann” als WalTzwerk-Beitrag zur Kärntner Landesausstellung im Jahr 1997 am Hauptplatz in Ferlach. In der Regie von Valerie Voigt-Firon, selbst bereits Burgtheater- und WalTzwerk -erprobt, wird der Tonhofstadel in Maria Saal neu belebt: ein stimmigerer Ort als dieses kulturgeschichtsträchtige, von spannendsten Kontroversen geprägte Kleinod ist kaum vorstellbar.